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Kraniche, Brolgas, auf Nahrungssuche
Ein Kranich (Brolga-Paar) bei der Nahrungssuche

Brolga-Kraniche (Grus rubicunda) auf Nahrungssuche:

Besonders in den tropischen östlichen und nördlichen Gebieten Australiens findet man in kleinen Gewässern Kraniche. Der Australische Kranich (Brolga) ist im Gegensatz zu manchen asiatischen Kranichen in seinem Bestand nicht gefährdet.

Er ist aber Standvogel und wandert nur in der Trockenzeit in Trupps auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Während der Balz- und Brutzeit sondern sich die Paare vom Trupp ab und besetzen ein Territorium, in dem sie brüten und ihre Jungen aufziehen.

Lebenslange Monogamie kennzeichnet diese Vogelart. Beeindruckend ist es, die Paarungstänze dieser großen Vögel zu beobachten. Auch außerhalb der Paarungszeit verstärken sie immer mal wieder durch Teile des komplizierten Paarungsrituals ihren gegenseitigen Zusammenhalt. Sie vollziehen mit ausgebreiteten Schwingen Luftsprünge, richten den Körper auf, senken den Kopf, zeigen mit dem Schnabel zum Bodenl. Teilweise tanzen beide verpaarten Vögel gleichzeitig, synchron.

Fototipp: Am schönsten haben wir das frühmorgens(!) Ende Juni im Townsville Common - einem zeitweisen Sumpfgebiet in der Nähe von Townsville - beobachten können.

Kraniche sind Allesfresser, Sumpfpflanzen und alle möglichen Kleingetiere gehören zu ihrer Nahrung. Brolgas wühlen mit ihren kräftigen Schnäbeln im Schlamm nach Nahrung.

In Australien kommen noch punktuell die sehr ähnlichen asiatischen Sarus-Kraniche vor, bei denen das rote Kopfband breiter ist und sich auf den oberen Teil des Halses erstreckt. Wir haben sie z.B. in den Sumpfgebieten des Atherton Tablelands (Hasties Swamp) beobachten können. Beide Arten sind eng verwandt, können miteinander bastardieren, ihre Nachkommen scheinen aber nicht fruchtbar zu sein.

Fototipp: Meist hat man nicht so viel Glück beim Fotografieren von Kranichen wie bei diesem Paar in einem kleinen Sumpf - gleichzeitig einer Viehtränke - am Highway zwischen Lakeland und Cooktown. Diese Vögel sind sehr aufmerksam, sehen einen Menschen von weitem und halten immer einen großen Fluchtabstand ein. Da hilft es meist auch nicht, wenn man sie aus dem Auto fotografiert.

Die Fotos wurden unter schlechten Lichtverhältnissen mit dem 300mm-Objektiv noch mit einem Film aus der Hand gemacht. Der Sumpf war die Tränke einer Rinderherde, beim Fotografieren musste ich immer auf halbwilde Rinder in meinem Rücken achten.
Vielleicht haben ja die Kraniche gedacht, dass ich ein ungefährliches Rindvieh wäre.

Kraniche, Brolgas, auf Nahrungssuche
Ein Kranichpaar (Brolga-Paar) bei der Nahrungssuche