HOME AUSTRALIEN FOTO-GALERIE-VIC ÜBERSICHTSKARTE-VIC
weiter
Hattah-Kulkyne NP: Camping am Lake Mournpall

Hattah-Kulkyne National Park:

Der ca. 500km westlich von Melbourne gelegene Hattah-Kulkyne Nationalpark ist nicht so bekannt, aber er ist es wert, besucht zu werden. Er liegt in einer semiariden Zone zwischen dem trockenen Zentrum und der grünen, regenreicheren Küstenzone Victorias. In diesem Park werden schöne Beispiele der Mallee-Vegetation, von Sanddünen und von Auen- und Galeriewäldern am Rande von Flüssen und Seen geschützt.

Besonders, wenn die Seen geflutet sind, ziehen sie eine große Zahl von Tieren an.
2004 - das Jahr unseres ersten Besuches - waren die Seen ausgetrocknet, Wasser stand also nur im Murray zur Verfügung. Nur Nektar fressende Vögel - Noisy Miner und Blue-faced Honeyeater kamen an unser Lager und tranken das für sie bereit gestellte Wasser.
2011 war dagegen ein feuchtes Jahr, die Seen waren geflutet, eine Vielzahl von Papageien und Kakadus fanden hier Futter und Brutplätze: Little Corellas, Galahs, Major Mitchel und Sulfphur-crested Cockatoos, Crimsons Rosella, Red-rumped Parrots, Apostelbirds, White-winged Choughs. Häufig sieht man Emus nach Futter suchen. An heißen Tagen sind Lace Monitors, Sand Goannas, Mallee Dragons, Shingle-backs und Bearded Dragons aktiv.

In der Morgen- oder Abend-Dämmerung kann man vom Mournpall Track aus grasende Kängurus (sowohl Graue als auch Rote Riesenkängurus) antreffen - hauptsächlich außerhalb des umzäunten Gebietes. Denn durch einem 34km langen Zaun um das Kerngebiet des Parks hält man die Kängurus von den Seen fern. In trockenen Zeiten würden sich sonst große Anzahlen von Kängurus ansammeln, um an den Seen zu trinken. Dieses würde die empfindliche Vegetation der umliegenden Mallee und damit die Lebensgrundlage anderer seltener Bewohner dieser Landschaft zerstören.

Die Wege zu den Campplätzen sind auch für normale Fahrzeuge geeignet, ebenfalls der Mournpall Track, der durch den Park hindurchführt, während andere Tracks übersandet sein können und nur mit 4WD-Wagen befahrbar sind.

Lohnenswert ist auch der Hattah Nature Drive. Man kann ihn mit dem Wagen befahren, aber auch durchwandern. Dieser Weg bietet eine gute Einführung in diesen Park und erklärt an einer Reihe von Pfosten die Besonderheiten.

Image-Mitte-oben
Beschreibung von id "img-mitte-oben"

Camping im Hattah-Kulkyne NP:

Einfache Camps findet man am Lake Hattah und am Lake Mournpall, letzteren haben wir als den schöneren Platz bevorzugt. Beide Campplätze bieten neben Pit-Toiletten nur Picknick-Tische und Feuerstellen. Man steht im Bereich uralter River Red Gums, was einerseits romantisch, andererseits auch gefährlich ist. Denn von diesen Bäumen können ohne ersichtlichen Grund zu jeder Jahreszeit urplötzlich große morsche Äste abbrechen. Deshalb sollte man immer so stehen, dass man von solchen Ästen nicht getroffen werden kann. Was auch nicht besonders nachteilhaft ist, da sie praktisch keinen Schatten bieten.

Da der Hattah-Kulkyne NP unter den Einheimischen sehr populär ist, muss man während der Schulferien damit rechnen, dass dort viele Einheimische "mit Kind und Kegel" campen.

Wegen der möglichen Bildung von giftigen Blaugrünen Algen ist ein Baden in den Seen nicht empfehlenswert.

Im Südsommer ist es hier sehr heiß, weshalb ein Besuch des Parks nur im Herbst, Winter und Frühjahr empfehlenswert ist.

Interessant ist auch das Gebiet des Murray-Kulkyne Parks, der die Flußuferwälder des Murrays schützt. Dort befinden sich dichte Bestände von Flusseukalypten (River Red Gums). Aber nur 2004 fanden wir die Zufahrt, den River Track, in einem solchen Zustand vor, dass wir ihn mit einem 2WD-Wagen befahren konnten. Bei unseren weiteren Aufenthalten - 2009 und 2011 - war dieser Weg so stark übersandet, dass wir befürchten mussten, stecken zu bleiben. Ausgebaute Campplätze findet man dort aber nicht. Plätze für ein "bush camping" gibt es aber genug.

Hattah-Kulkyne NP: Camping am Lake Hattah
a