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Port Hedland: Eisenerz-Verladeeinrichtung
 
Port Hedland: Eisenerz-Verladeeinrichtung
 

Port Hedland war bis in die 60iger Jahre ein verschlafenes Provinzstädtchen, in einer fast ganzjährig heißen Region mit Rinder- und Schafzucht.
Heute ist es der wichtigste Hafen für Eisenerze der Pilbara-Region, die von hier in alle Welt verschifft werden. 2 km lange Erzzüge bringen die Bodenschätze zum Hafen, riesige Förderanlagen transportieren sie in die Laderäume der Erzfrachter.
Der Erzstaub, rotbraun vom Eisenoxid, überzieht nicht nur alle Anlagen und Gebäude des Hafens, sondern alle Häuser und Straßen des Städtchens.

Beim Betrachten dieser riesigen Eisenerz-Verladeeinrichtungen kann man ins Grübeln kommten:
Die Australier verkaufen ihr Land unter ihren Füßen und kaufen es dann zum zehnfachen Preis wieder zurück.
Sie verkaufen wie ein Dritte-Welt-Land ihre Rohstoffe Eisenerz und Kohle an Japan, China und Indien. Sie selbst besitzen keinen einzigen Hochofen, keine nennenswerte Industrie, um daraus Eisen zu gewinnen und dieses zu weiteren Produkten zu veredeln. Alle Veredlungsprodukte vom Löffel bis zum Auto werden in den asiatischen Ländern hergestellt und müssen importiert werden. Australien ist der Rohstofflieferant, die Werkbank der Veredlung liegt aber in den asiatischen Ländern.
Der Wert des Australdollars hängt im hohen Maße vom Export von Eisenerz und Kohle ab, d.h. vom Zustand der asiatischen Industrie. Geht es der letzteren schlecht, so geht es auch den Australiern schlecht.
Ist das etwa erstrebenswert?

Der Umweg über Marble Bar hat leider soviel Zeit gekostet, dass ich für die Nacht in Port Hedland hängenbleiben werde. Ein häßlicher Industrie- und Hafenmoloch. Aber ich kann nicht mehr weg, denn Nachtfahrten sind wegen der vielen nachtaktiven Tiere gefährlich. Die überall an den Straßenrändern herumliegenden Kadaver sprechen da eine deutliche Sprache.

Roadtrain mit Salz von  einer Saline
 
Port Hedland: Roadtrain mit Salz beladen, im Hintergrund die Saline