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Ein Camp im Warrumbungle NP
Warrumbungle NP: Camp Blackman ist dort auf ehemaligem Farmland errichtet worden.

Warrumbungle NP - in einer unter Schutz gestellten Vulkan-Landschaft:

Aus einer z.T. recht trockenen ebenen Umgebung ragt die bewaldete Warrumbungle Range auf. In deren Mitte ein ehemalig landwirtschaftlich genutztes Tal, in dem alle touristischen Einrichtungen - wie z.B. das Camp Blackman - liegen. Von hier aus kann man die Überreste eines Schildvulkanes sehen, der durch die Erosion weitgehend abgetragen worden ist.

Die Warrumbungle Range ist der erodierte Rest eines Schildvulkanes:

Schildvulkane entstehen durch dünnflüssige, gasarme Lavaströme. Durch deren relativ hohe Fließgeschwindigkeit breiten sie sich weit aus und bildet einen flachen, aber breiten Vulkankegel. Es kann zu wiederholtem Lavafluss kommen, so dass eine Schichtung entsteht. Diese Art von Vulkan bildet sich vornehmlich über sogenannte Hot Spots, wie auch im vorliegenden Fall. Vor ca. 17 Millionen Jahren hatte sich Australien über einen Hot Spot geschoben, so dass an dieser Stelle flüssige Lava an die Erdoberfläche dringen konnte.
Die besonders harten erosionsbeständigen Gesteine, die die Schlote, Nebenschlote und Spalten ausgefüllt haben, ragen jetzt noch als Bergspitzen aus dem umgebenden weicheren Gestein heraus (siehe Bilder in der Mitte).

Geologie der Warrumbungle Range
Links: zur Geologie der Warrumbungle Range, rechts: gute Straßen führen durch den Park
Camp Blackman im Warrumbungle NP
Warrumbungle NP: Blick vom Camp Blackman auf die umliegenden Berge (Belougery Spire und Crater Bluff)

Camping im Warrumbungle NP:

Das Camp Blackman liegt im ehemaligen Farmgelände. Mehrere Schleifen der Wege sorgen dafür, dass die Besucher nicht zu stark zusammenrücken müssen. Es bietet allen gewünschten Komfort: Eine Schleife bietet elektrische Anschlüsse für Camper, eine andere WC, Warmduschen, Gasgrills und Feuerstellen (siehe Bilder).
Es gibt weitere Plätze im Park, die aber unseres Erachtens nicht so schön sind.
Im Informationszentrum bezahlt man seinen Campplatz.

Die Umgebung des Camps ist teilweise durch sogenannte "Weeds", eingeführte Pflanzen, die überhand nehmen, in seinem ökologischen Wert geschmälert. Der Ranger scheint den eingeführten Wegerich-Natternkopf (Paterson´s Curse, engl. Paterson`s Fluch, Echium plantagineum) seit 2009 zu bekämpfen (siehe Bild oben - die bräunlichen Reste im Vordergrund).
Es ist eine mediterrane Art, die als dekorative Pflanze und als Bienenfutter eingeführt wurde, sich massenhaft ausbreitet auf offenen Flächen, deren Grasnarbe beschädigt worden ist. Die Ausbreitung erfolgt wohl hauptsächlich über Futtermittel. Die Pflanze scheint giftig für Schafe, Schweine, Rinder und Pferde zu sein, wenn sie in zu großer Menge gefressen wird.

Warrumbungle NP mit den Resten von Vulkanen
Warrumbungle NP, die Reste einer ehemaligen Vulkanlandschaft
http://www.australiangeographic.com.au/news/2013/01/monster-bushfire-ravages-warrumbungle-np-